Ratgeber für Gastronomen

Was kostet ein Reservierungssystem für Restaurants wirklich?

Provision pro Gast, Grundgebühr, Vertragslaufzeit: Die Preismodelle der Anbieter im Überblick – und warum die teuerste Position oft unsichtbar ist.

1. Juni 2026 · 7 Min. Lesezeit

Die drei Preismodelle am Markt

Reservierungssysteme finanzieren sich auf drei Arten: über eine Provision pro vermitteltem Gast (Marktplätze wie TheFork oder Quandoo), über eine monatliche Grundgebühr (Software wie OpenTable, resmio oder DISH – je nach Tarif grob zwischen 49 und 200 € im Monat) oder über optionale Zusatzdienste bei kostenlosem Kernprodukt.

Auf den ersten Blick wirkt die Provision harmlos: kein Fixkostenrisiko, du zahlst nur bei Erfolg. Die Rechnung über ein Jahr erzählt eine andere Geschichte.

Die Provisions-Rechnung, die selten jemand macht

Beispiel: 2 € Provision pro Gast, 300 vermittelte Gäste im Monat. Das sind 600 € monatlich – 7.200 € im Jahr. Dafür könntest du eine Aushilfe beschäftigen oder die Terrasse neu möblieren.

Besonders bitter: Die Provision fällt auch für Stammgäste an, die längst direkt bei dir gebucht hätten – wenn der Buchungsweg über die Plattform läuft, kassiert die Plattform.

Die versteckten Kosten: deine Gästedaten

Bei Marktplätzen sind die Gäste rechtlich Nutzer der Plattform. Name, Kontakt, Vorlieben – all das gehört nicht dir. Du kannst deine eigenen Stammgäste nicht anschreiben, kein Geburtstags-Angebot senden, kein Win-back starten.

Diese Daten sind der wertvollste Marketing-Kanal eines Restaurants. Sie abzugeben ist eine reale, wenn auch unsichtbare, Kostenposition.

Vertragslaufzeiten und Wechselkosten

Manche Anbieter binden über 12 Monate oder länger. Dazu kommen Einrichtungsgebühren oder kostenpflichtige Setup-Termine. Prüfe vor jeder Unterschrift: Was kostet der Ausstieg, und nimmst du deine Daten mit?

Geht es auch kostenlos – und wo ist der Haken?

Ja. Tiktable bietet Reservierung, digitalen Tischplan, Gästeverwaltung, eigene Mini-Website und WhatsApp-Erinnerungen dauerhaft kostenlos an – ohne Provision und ohne Grundgebühr. Finanziert wird das über optionale Premium-Dienste, die klar gekennzeichnet sind und die du nie brauchst, um Reservierungen anzunehmen.

Der ehrliche Vergleich lohnt sich: Rechne deine aktuelle Provision oder Grundgebühr auf fünf Jahre hoch – und schau dir dann unseren Anbieter-Vergleich an.

Häufige Fragen

Was kostet OpenTable für Restaurants?+

Je nach Tarif und Land grob ab etwa 199 € Grundgebühr pro Monat, teils plus Gebühren pro Gast über das Netzwerk. Die genauen Konditionen variieren nach Vertrag.

Wie viel Provision nehmen Reservierungs-Marktplätze?+

Branchenüblich etwa 1 bis 2 € pro vermitteltem Gast. Bei gut besuchten Restaurants summiert sich das auf mehrere Tausend Euro im Jahr.

Ist ein kostenloses Reservierungssystem wirklich kostenlos?+

Bei Tiktable ja: keine Provision, keine Grundgebühr, keine Vertragsbindung. Optionale Zusatzdienste sind klar gekennzeichnet und freiwillig.

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