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Reservierungs-Lexikon

No-Show, Pacing, Cover, Provision, Tischdrehung – alle wichtigen Begriffe rund um die Tischreservierung, klar und in der Tiefe erklärt.

58 Begriffe

Reservierung

Grundlagen

Eine Reservierung ist die Zusage eines Restaurants, einem Gast zu einer bestimmten Uhrzeit einen Tisch für eine festgelegte Personenzahl bereitzuhalten. Sie schafft Planungssicherheit für beide Seiten: Der Gast hat seinen Platz sicher, das Restaurant kann Personal, Einkauf und Tischbelegung vorausplanen.

Reservierungen entstehen heute über mehrere Kanäle – Telefon, Website-Widget, Google, Social Media oder Laufkundschaft (Walk-in). Ein gutes Reservierungssystem führt alle Kanäle in einer Echtzeit-Übersicht zusammen, damit kein Tisch doppelt vergeben wird.

Bei der Online-Reservierung bucht der Gast seinen Tisch selbst – ohne Anruf, oft außerhalb der Öffnungszeiten. Das senkt den Telefonaufwand im Service und fängt Buchungen genau dann ein, wenn der Gast Lust hat (häufig abends und am Wochenende).

Voraussetzung ist eine in Echtzeit gepflegte Verfügbarkeit: Das System kennt freie Tische, Reservierungsdauer und Kapazität pro Zeitfenster und bietet nur Slots an, die wirklich frei sind.

Buchungs-Widget

Grundlagen

Ein Buchungs-Widget ist das Reservierungsformular, das ein Restaurant per Code-Schnipsel (iframe oder JavaScript) in die eigene Website einbettet. Der Gast bucht direkt auf der Restaurant-Seite, ohne zu einer fremden Plattform abzuwandern.

Der strategische Vorteil: Buchungen über das eigene Widget sind in der Regel provisionsfrei, und die Gästedaten bleiben beim Restaurant statt bei einem Marktplatz.

Ein Reservierungs- bzw. Tischmanagement-System (Restaurant Management System) bündelt Buchungsannahme, digitalen Tischplan, Gästeverwaltung, Erinnerungen und Auswertungen. Es ist das operative Rückgrat eines modernen Gastronomiebetriebs.

Gute Systeme arbeiten in Echtzeit, sind auf Tablets im Service nutzbar und integrieren mehrere Buchungskanäle. Die Bandbreite reicht von kostenlosen, provisionsfreien Tools bis zu teuren Enterprise-Plattformen mit Provision pro Gast.

Ein Buchungskanal ist jeder Weg, über den Reservierungen eingehen: das eigene Widget, Reserve with Google, Reservierungsmarktplätze, Telefon, Instagram oder Walk-in. Jeder Kanal hat eigene Kosten und Datenhoheit.

Die Auswertung der Kanäle zeigt, wo Gäste herkommen – und hilft, teure provisionspflichtige Quellen durch eigene, kostenlose Kanäle zu ersetzen.

„Reserve with Google“ erlaubt es Gästen, direkt aus dem Google-Eintrag eines Restaurants (Suche, Maps) zu reservieren. Da viele Gäste ihre Suche bei Google beginnen, ist dies ein reichweitenstarker Kanal.

Technisch wird die Verfügbarkeit des Reservierungssystems an Google angebunden. Für das Restaurant ist es ein wichtiger, oft kostenloser Kanal mit hoher Sichtbarkeit.

Das Buchungsfenster legt fest, wie weit im Voraus reserviert werden kann (z. B. 30 Tage) und wie kurzfristig noch (z. B. bis 30 Minuten vorher). So steuert das Restaurant, wie planbar der Vorlauf ist und ob spontane Last-Minute-Tische möglich sind.

Zu enge Fenster verschenken Buchungen, zu weite erhöhen das No-Show-Risiko. Die richtige Einstellung hängt von Konzept und Stammgastverhalten ab.

Walk-in

Grundlagen

Walk-ins sind Laufkundschaft ohne Voranmeldung. Sie sind wertvoller Umsatz, machen die Auslastung aber schwerer planbar – besonders, wenn parallel viele Reservierungen anstehen.

Ein guter Tischplan hält bewusst Kapazität für Walk-ins frei oder weist ihnen freie Tische zwischen Reservierungen zu (Pacing). So bleiben spontane Gäste willkommen, ohne reservierte Plätze zu gefährden.

Warteliste

Grundlagen

Eine Warteliste erfasst Gäste, für die gerade kein Tisch frei ist, und benachrichtigt sie (z. B. per SMS/WhatsApp), sobald ein Platz frei wird. Sie verwandelt Andrang in zusätzlichen Umsatz statt verlorener Gäste.

Digitale Wartelisten zeigen realistische Wartezeiten an und vermeiden, dass Gäste unzufrieden den Laden verlassen.

Die Stornofrist legt fest, bis wann eine Reservierung ohne Folgen abgesagt werden kann (z. B. bis 24 Stunden vorher). Self-Service-Stornierung über Link oder WhatsApp gibt den Tisch automatisch wieder frei – wichtig gegen No-Shows.

Bei Gruppen oder Events wird die Frist oft mit einer Anzahlung (Deposit) kombiniert, die bei zu später Absage einbehalten wird.

Gästeprofil (CRM)

Gäste & CRM

Ein Gästeprofil sammelt Name, Kontakt, Besuchshistorie, Lieblingstisch, Allergien, Anlässe und interne Notizen. Es verwandelt anonyme Buchungen in persönliche Gastfreundschaft – das Team weiß vor dem Besuch, wer kommt und was er mag.

Entscheidend ist die Datenhoheit: Gehören die Profile dem Restaurant (eigene Datenbank) oder einer Plattform? Wer die Daten besitzt, besitzt die Gästebeziehung.

Stammgast

Gäste & CRM

Stammgäste kommen regelmäßig, empfehlen weiter und sind günstiger zu halten als Neukunden zu gewinnen. Ihre Erkennung bei der Buchung (gleiche Nummer/Mail) ermöglicht persönliche Ansprache und gezielte Angebote.

Da rund 90 % der Reservierungen von Gästen kommen, die das Lokal bereits kennen, ist es wirtschaftlich fragwürdig, für diese Buchungen dauerhaft Provision an eine Plattform zu zahlen.

No-Show

Gäste & CRM

Ein No-Show ist eine reservierte, aber nicht wahrgenommene Buchung ohne Absage. Der Tisch bleibt leer, der Umsatz entfällt, Einkauf und Personalplanung laufen ins Leere – einer der größten vermeidbaren Verluste der Branche.

Wirksame Gegenmittel: automatische Erinnerungen (WhatsApp/SMS/E-Mail), einfache Self-Service-Stornierung, No-Show-Tracking pro Gast und – bei Bedarf – Anzahlungen oder hinterlegte Kreditkarten.

No-Show-Rate

Gäste & CRM

Die No-Show-Rate misst, wie viel Prozent der Reservierungen ohne Absage ausfallen. Branchenwerte liegen je nach Konzept oft zwischen 5 und 20 %. Sie ist eine Schlüsselkennzahl für die Planungsqualität.

Erinnerungen senken die Rate nachweislich deutlich. Wer die Rate pro Zeitraum und Kanal auswertet, erkennt Risiko-Buchungen früh und kann gegensteuern.

Erinnerungen per WhatsApp, SMS oder E-Mail kurz vor dem Termin reaktivieren die Buchung im Kopf des Gastes und bieten eine einfache Möglichkeit zur Absage. Das ist das wirksamste Einzelmittel gegen No-Shows.

WhatsApp hat besonders hohe Öffnungsraten. Wichtig ist die getrennte Einwilligung des Gastes, über diesen Kanal kontaktiert zu werden (DSGVO).

Nach dem Besuch wird der Gast automatisch um Feedback gebeten oder zu einer öffentlichen Bewertung (Google, Tripadvisor) eingeladen. Das erhöht die Zahl frischer Bewertungen – ein wichtiger Sichtbarkeits- und Vertrauensfaktor.

Auf der eigenen Mini-Website entscheidet das Restaurant selbst, welche Bewertungsquellen es anzeigt.

Schicht (Shift)

Tische & Auslastung

Schichten gliedern den Tag in Service-Blöcke (Mittag, Abend) mit eigenen Öffnungszeiten, Kapazitäten und Regeln. Reservierungen, Auslastung und Personalplanung werden meist pro Schicht betrachtet.

Der Pre-Shift-Report listet vor Schichtbeginn alle Buchungen mit Wünschen, Allergien und Anlässen – damit das Team vorbereitet startet.

Die Kapazität beschreibt, wie viele Gäste (Covers) ein Restaurant gleichzeitig bzw. pro Zeitfenster bewirten kann – begrenzt durch Sitzplätze, Küche und Service. „Max. Covers pro Slot“ ist der zentrale Hebel der Auslastungssteuerung.

Zu hoch angesetzt überlastet sie Küche und Service, zu niedrig verschenkt sie Umsatz. Die richtige Zahl ergibt sich aus Erfahrung und Auswertung der Peak-Zeiten.

Überbuchung (Overbooking)

Tische & Auslastung

Überbuchung ist die kalkulierte Annahme von mehr Buchungen als Plätze, um erwartete No-Shows auszugleichen. Aus der Luftfahrt übernommen, ist sie ein riskanter Hebel: Erscheinen alle Gäste, drohen Wartezeiten und Unmut.

Sinnvoller als Überbuchung ist meist, die No-Show-Rate durch Erinnerungen und einfache Stornierung zu senken – dann braucht es das Risiko gar nicht.

Bei diesem Modell zahlt das Restaurant für jeden über die Plattform gebuchten oder gesetzten Gast eine Gebühr (oft 1–2 € pro Cover, teils plus Grundgebühr). Bei hohem Volumen summiert sich das schnell auf vier- bis fünfstellige Beträge pro Jahr.

Besonders kritisch: Auch Stammgäste, die das Lokal ohnehin kennen, kosten so dauerhaft Provision. Provisionsfreie Tools verlagern Buchungen auf eigene Kanäle und sparen diese Kosten.

Grundgebühr

Kosten & Anbieter

Die Grundgebühr ist ein fester Monatsbetrag für die Nutzung der Software (häufig ab ~49–199 €/Monat). Sie fällt unabhängig davon an, wie viele Reservierungen tatsächlich zustande kommen.

Manche Anbieter kombinieren Grundgebühr und Provision pro Gast. Kostenlose Modelle verzichten auf beides und finanzieren sich über optionale Zusatzdienste.

Deposit (Anzahlung)

Kosten & Anbieter

Ein Deposit ist eine Anzahlung oder hinterlegte Kreditkarte, die bei No-Show oder zu später Absage einbehalten wird. Besonders bei Gruppen, Events und gefragten Terminen reduziert es Ausfälle deutlich.

Wichtig sind klare, vorab kommunizierte Regeln (Höhe, Rückerstattung, Frist), damit Deposits als fair empfunden werden und nicht abschrecken.

Viele Plattformen binden Restaurants über Mindestlaufzeiten von 12–24 Monaten. Solche Verträge erschweren den Wechsel, selbst wenn ein günstigeres Tool verfügbar ist.

Flexible Anbieter setzen auf monatliche Kündbarkeit oder ganz auf Bindung – das Restaurant bleibt, weil das Produkt überzeugt, nicht weil der Vertrag es zwingt.

Marktplatz vs. Software

Kosten & Anbieter

Ein Reservierungs-Marktplatz vermittelt Gäste und behandelt sie als seine Nutzer – dafür Provision und Kontrolle über die Gästebeziehung. Eine reine Software ist ein Werkzeug des Restaurants: Buchungen und Daten gehören dem Betrieb.

Die strategische Frage lautet: Willst du Reichweite einkaufen (und dafür zahlen) oder deine eigenen Gäste behalten? Viele Betriebe kombinieren – minimieren aber bewusst die teuren Marktplatz-Buchungen.

Eine POS-Integration verbindet das Reservierungssystem mit dem Kassensystem (Point of Sale). So lassen sich Tischstatus, Umsätze pro Tisch und Gastausgaben zusammenführen – wertvoll für CRM und Auswertung.

Gängige Kassensysteme im DACH-Raum sind u. a. Orderbird, Gastrofix/Lightspeed, Vectron und Square. Offene Schnittstellen (APIs) erleichtern die Anbindung.

Mini-Website

Technik & Recht

Eine Mini-Website ist eine schlanke, vorgefertigte Restaurant-Seite (z. B. deinrestaurant.tiktable.com) mit Logo, Fotos, Öffnungszeiten, Anfahrt, Speisekarte und eingebautem Buchungs-Widget – startklar in Minuten, ohne Webdesigner.

Sie macht das Restaurant unabhängig von Marktplätzen: Gäste finden und buchen direkt, die Daten bleiben im Haus. Optional lässt sich eine eigene Domain verknüpfen.

Wer Gäste per E-Mail oder WhatsApp kontaktieren oder ihre Daten für Marketing nutzen will, braucht nach DSGVO eine klare, getrennte Einwilligung (Opt-in). Transaktionale Nachrichten wie die Reservierungsbestätigung sind davon zu unterscheiden.

Best Practice ist die getrennte Erfassung: „Restaurant darf mich kontaktieren“ und „Plattform darf mich kontaktieren“ – jeweils einzeln, widerrufbar und nachweisbar dokumentiert.

Datenhoheit bezeichnet die Kontrolle über die eigenen Gästedaten: Kontakt, Historie, Vorlieben. Bei Marktplätzen liegt die Beziehung oft beim Anbieter; bei eigener Software bleibt sie beim Restaurant.

Wer seine Gästedaten besitzt, kann Stammgäste direkt ansprechen, Auslastung gezielt füllen und ist nicht von einer Plattform abhängig. Datenhoheit ist damit ein zentraler strategischer Wert – DSGVO-konform umzusetzen.

Die Bestätigung geht unmittelbar nach der Buchung an den Gast (per E-Mail, SMS oder WhatsApp) und enthält Datum, Uhrzeit, Personenzahl und einen Link zum Ändern oder Stornieren. Sie schafft Verbindlichkeit und reduziert Missverständnisse.

Anders als Werbe-Nachrichten ist die transaktionale Bestätigung auch ohne separate Marketing-Einwilligung zulässig – sie ist Teil der Vertragsabwicklung.

Ab einer bestimmten Personenzahl (z. B. 6+) greifen eigene Regeln: Tischverbindung, längere Reservierungsdauer, ggf. Menü-Pakete oder eine Anzahlung. Gruppen sind umsatzstark, binden aber viel Kapazität – Planung lohnt sich.

Ein guter Flow fragt schon bei der Buchung Anlass, Menüwunsch und Sonderwünsche ab, damit Küche und Service vorbereitet sind.

Bei Events wird oft nicht ein Tisch, sondern ein Platz/Ticket verkauft – mit festem Preis, Kapazitätslimit und Vorkasse. Das verwandelt ruhige Zeiten in planbaren Umsatz und bindet Gäste über das Alltagsgeschäft hinaus.

Sinnvoll sind ein eigenes Buchungsformular, ein Countdown bei knappen Plätzen und eine Warteliste, sobald ausgebucht.

VIP-Gast & Tagging

Gäste & CRM

Über Tags (VIP, Stammgast, Kritiker, Allergiker, Problematisch) lassen sich Gäste segmentieren. Das Team sieht beim Eingang sofort, wer besondere Aufmerksamkeit braucht – der Lieblingstisch ist reserviert, der Lieblingswein steht bereit.

Konsequentes Tagging ist die Grundlage für persönliche Gastfreundschaft und gezielte Ansprache bestimmter Gruppen.

Der Customer Lifetime Value misst nicht den einzelnen Besuch, sondern die Summe aller künftigen Besuche eines Gastes. Ein Stammgast, der monatlich kommt, ist über Jahre ein Vielfaches eines Einmalbesuchers wert.

Diese Sicht erklärt, warum eigene Gästedaten so wertvoll sind: Wer seine Gäste kennt und direkt erreichen kann, steigert deren Lebenszeitwert – ohne Provision an Dritte.

Erfasst das Gästeprofil Anlässe wie Geburtstag oder Jubiläum, kann das System rechtzeitig eine persönliche Einladung auslösen. Das reaktiviert Gäste zu emotional aufgeladenen Momenten – mit hoher Buchungswahrscheinlichkeit.

Anlässe sollten zudem dem Service-Team angezeigt werden, damit es vor Ort passend reagiert (Gruß aus der Küche, Kerze im Dessert).

Nach mehreren No-Shows oder Vorfällen kann ein Gast intern markiert oder von Online-Buchungen ausgeschlossen werden. Das schützt knappe Kapazität an gefragten Terminen.

Wichtig sind Augenmaß und Datenschutz: Sperrlisten dürfen nur sachlich begründet, intern und DSGVO-konform geführt werden.

Tischverbindung (Combinable)

Tische & Auslastung

Combinable-Tische können für größere Gruppen zusammengelegt werden (z. B. zwei 4er zu einem 8er) und danach wieder getrennt. Das gibt dem Tischplan Flexibilität, ohne fixe Großtische dauerhaft vorzuhalten.

Das System muss Verfügbarkeit und Sitzplatzoptimierung über kombinierbare Tische hinweg berechnen, damit keine Lücken oder Überschneidungen entstehen.

Die angenommene Verweildauer (z. B. 90 Minuten für 2 Personen, 120 für Gruppen) bestimmt, wann ein Tisch wieder als frei gilt. Sie ist der zentrale Parameter für Mehrfachbelegung und Verfügbarkeitsberechnung.

Zu kurz angesetzt entstehen Wartezeiten und Stress, zu lang verschenkt sie Tischdrehung. Erfahrungswerte je Konzept und Tageszeit liefern die beste Einstellung.

Kalender-Sync (iCal)

Technik & Recht

Per iCal-Feed oder Kalender-Anbindung erscheinen Reservierungen direkt im gewohnten Kalender des Teams. Das schafft Überblick ohne ständigen Blick ins Reservierungssystem.

Besonders für kleine Teams praktisch, die ohnehin mit einem geteilten Kalender arbeiten.

Wo Gästedaten gespeichert werden, ist datenschutzrechtlich relevant. Server in der EU erleichtern die DSGVO-Konformität und schaffen Vertrauen bei Gästen und Betreibern.

Achten sollte man zudem auf verschlüsselte Übertragung (SSL) und klare Auftragsverarbeitungs-Verträge mit Dienstleistern.

Nach der EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) müssen die 14 Hauptallergene kenntlich gemacht werden – auch bei loser Ware mündlich oder schriftlich. Im Reservierungskontext zählt vor allem, Allergien des Gastes vorab zu kennen.

Werden Allergien im Gästeprofil und in der Reservierung hinterlegt, kann die Küche rechtzeitig reagieren – das erhöht Sicherheit und Servicequalität.

Mise en Place

Service & Ablauf

Mise en Place (franz. ‚alles an seinem Platz‘) bezeichnet die Vorbereitung von Küche und Service vor Gästeankunft: geschnittene Zutaten, eingedeckte Tische, bereitliegende Materialien. Gute Vorbereitung entscheidet über einen reibungslosen Service.

Die Reservierungslage steuert die Mise en Place: Wer vorab weiß, wie viele Gäste mit welchen Wünschen kommen, bereitet gezielt vor.

Couvert (Gedeckkosten)

Service & Ablauf

Das Couvert ist das pro Gast eingedeckte Besteck-, Glas- und Serviettenset; in manchen Häusern wird eine kleine Gedeckpauschale (z. B. für Brot/Oliven) berechnet. Der Begriff entspricht im Wesentlichen dem englischen Cover.

Für die Planung zählt die Couvert-/Cover-Zahl als Maß der bewirteten Gäste pro Schicht.

Chef de Rang

Service & Ablauf

Der Chef de Rang führt eine Servicestation (mehrere Tische), betreut Gäste, berät und koordiniert den Ablauf mit Küche und Commis. Er ist die zentrale Servicefigur am Tisch.

Reservierungsdaten mit Sonderwünschen und Anlässen helfen dem Chef de Rang, jeden Tisch persönlich und vorbereitet zu betreuen.

Eindecken

Service & Ablauf

Eindecken meint das gästefertige Herrichten der Tische passend zum Konzept und zur erwarteten Gästezahl. Es ist Teil der Mise en Place und prägt den ersten Eindruck.

Bei Gruppen- oder Eventbuchungen richtet sich das Eindecken nach dem vorab gewählten Menü und der Tischverbindung.

Pre-Shift-Report

Service & Ablauf

Vor Schichtbeginn fasst der Pre-Shift-Report alle Reservierungen mit Uhrzeiten, Personenzahl, Stammgast-Status, Anlässen, Allergien und Sonderwünschen zusammen. Das Team startet informiert und vorbereitet.

Aus einem guten Reservierungssystem entsteht dieser Report automatisch – kein Abschreiben aus dem Reservierungsbuch.